Kantonsschule Olten

Im Rahmen eines Unterrichtsprojekts im Ergänzungsfach Geschichte hat sich eine Gruppe von Maturand/innen unter der Leitung von Sabine Trautweiler mit dem Gebäude der Kantonsschule Olten befasst. Vielleicht nicht gerade das Lieblingsgebäude, aber eines, das seit seiner Entstehung Emotionen weckt. Ein Kurzbericht von Sabine Trautweiler

Seit nunmehr vierzig Jahren ist die Kantonsschule Begegnungs- und Lernort, Arbeits- und Spielplatz für Generationen von Schülerinnen und Schülern. Die Architekten Marc Funk und Hans Ulrich Fuhrimann realisierten zwischen 1968 und 1974 ein Bauwerk, an dem sich bis heute die Geister scheiden. Entsprechend heftig war und ist deshalb auch die politische Auseinandersetzung um den nachgewiesenermassen hohen Sanierungsbedarf des Bauwerks, bzw. um die daraus entstehenden Kosten.

Nun, die Kantonsschule Olten wird definitiv nicht abgerissen. Sie hat es inzwischen ins Inventar der schützenswerten Bauten des Kantons Solothurn geschafft und, als wichtige Zeitzeugin, in die Ausstellung „Moderne Architektur im Kanton Solothurn 1940 – 1980“ des Historischen Museums in Olten.

Wie wird im Museum Geschichte „inszeniert“? Das ist eine der Fragen, mit welcher sich eine Gruppe Maturand_innen der jüngsten Kantischülergeneration im Rahmen des Ergänzungsfachs Geschichte auseinandergesetzt hat. Dass die eigene Schule zum musealen Ausstellungsobjekt wird, entpuppte sich als Glücksfall und führte zu einer spannenden Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum.

Das Ziel: Innerhalb von zweieinhalb Tagen Ausstellungsmaterial zusammensuchen, sichten, auswählen, ja, selber erschaffen, welches die Kantonsschule in unterschiedlichsten Facetten widerspiegelt, ohne dabei den Hauptaspekt des „baulichen Ortes“ aus den Augen zu verlieren. Das ausgewählte Material sollte - nach den klar formulierten Vorstellungen der Schüler_innen - zudem schon die Möglichkeiten in sich tragen, es auch spannend und anregend präsentieren zu können.

Ein Besuch der Ausstellung im Historischen Museum Olten lohnt sich auf jeden Fall. Und vielleicht scheiden sich bei der Beantwortung der Frage „Ziel erreicht?“ ja erneut die Geister.

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Foto: Patrick Schoeck