Neuerscheinung

Baukultur im Kanton Wallis

Neuerscheinung

Kanton Wallis, Departement für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU) in Zusammenarbeit mit den Archives de la construction moderne: Baukultur im Kanton Wallis – Architektur und Ingenieurbauten 1920-1975, 239 Seiten, Edition Hochparterre 2014

 

Kontrastreiches Wallis, optimal präsentiert

Es ist eine Charmeoffensive, die hier unternommen wird. Was als Inventaraufarbeitung der jüngeren Baukultur begann, wurde aufgrund des vorgefundenen Reichtums und der drängenden Situation zum Buchprojekt. Information dient als erste Schutzmassnahme: Nach einem langjährigen Rechercheprozess präsentieren die Herausgeber der Öffentlichkeit 198 interessante Bauten aus der jüngeren Geschichte. 50 davon werden zur Unterschutzstellung empfohlen. Viel mehr als nur Einzelobjekte präsentiert das Werk jedoch Zusammenhänge und Hintergründe zur Transformationsgeschichte des Südkantons, dessen Wandel sich innerhalb einer Generation „vom Maultier zum Kommunikationssatelliten“ erstreckte. Prägnante und gut verständliche Einleitungen rahmen die Objektaufnahmen. Es gibt viel zu entdecken: Von den Brücken und Ausgleichsbecken von Alexandre Sarrasin über Lawinen- und Steinschutzgalerien, Kraftwerksbauten bis zu Kirchen, Feriendörfern und faszinierenden Villen von Alberto Sartoris, Pierre Zoelly, Jean Suter oder Jean-Paul Darbellay und vielen weiteren Meistern der Baukunst. Fotos von bereits abgebrochenen Bauwerken verdeutlichen, dass es höchste Zeit zum Handeln ist. An alle Kantone, die ihre jüngere Baugeschichte noch nicht aufgearbeitet haben: Zur Nachahmung empfohlen!

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